MALEN OHNE TALENT: WARUM DER PROZESS WICHTIGER IST ALS DAS ERGEBNIS
- Antonia Habitzl

- vor 17 Stunden
- 1 Min. Lesezeit
"Ich kann nicht malen." Diesen Satz höre ich fast jede Woche – meistens von Menschen, die seit der Schule keinen Pinsel mehr in der Hand hatten. Und jedes Mal antworte ich dasselbe: Es geht nicht drum, ob man es kann; es geht darum, dass es einem Spaß macht, den Kopf abschaltet, entspannt und wieder anfängt, was mit den Händen zu tun hat.
Woher der Perfektionsdruck kommt
Die meisten waren zuletzt im Kunstunterricht kreativ – bewertet, verglichen, benotet. Kein Wunder, dass sich "malen" für viele Erwachsene wie eine Prüfungssituation anfühlt, die man lieber vermeidet. Dabei hat freies Malen mit Leistung eigentlich nichts zu tun.
Warum der Prozess zählt, nicht das Ergebnis
Im A.Lab sehe ich jede Woche, wie sich Menschen nach den ersten zehn Minuten sichtbar entspannen, sobald sie merken: Hier schaut niemand über die Schulter, hier gibt es keine Vorlage, an der man sich "richtig" oder "falsch" misst. Genau das ist der Kern des Membership-Ateliers nach Fitnessstudio-Prinzip – so wie beim Sport niemand erwartet, dass du beim ersten Mal einen Marathon läufst,
erwartet hier niemand ein fertiges Kunstwerk.
Drei Dinge, die helfen, den Druck loszulassen
Fang mit Farbe statt mit einem Motiv an – einfach ein paar Linien oder Flächen, ohne Plan, ohne Ziel
Erlaube dir bewusst, ein Bild "nicht zu mögen" – das gehört dazu
Miss dich nicht daran, ob dir dein erschaffenes Bild gefällt, sondern ob es dir Freude und Entspannung gebracht hat
Wenn du das nächste Mal denkst "Ich kann das nicht" – das ist genau der Moment, in dem es losgehen sollte, nicht der Moment, in dem du aufhörst.

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